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AUGENÄRZTE AM ZOO – PRAXISPLANUNG FÜR EINE AUGENARZTPRAXIS IN KÖLN

PRAXISPLANUNG UND INNENARCHITEKTUR FÜR EINEN NEUEN PRAXISSTANDORT MIT KLARER STRUKTUR, RUHIGER ATMOSPHÄRE UND PRÄZISE ABGESTIMMTEN ABLÄUFEN
 

Aus einer ehemaligen Bürofläche im 2. Obergeschoss wurde eine funktionale und identitätsstarke Augenarztpraxis in Köln.

Ich habe das Projekt von der Standort und Machbarkeitsanalyse über die Grundriss- und Innenarchitekturplanung bis in die Umsetzung begleitet. So entstand ein Ort, der Patient*innen Orientierung gibt und dem Team im Alltag präzise Abläufe ermöglicht.

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DAS PROJEKT AUF EINEN BLICK

PROJEKT:

STANDORT

FLÄCHE:

NUTZUNG:

AUSGANGSLAGE:

LEISTUNGEN:

BEGINN PLANUNG:

ERÖFFNUNG:

Gemeinschaftspraxis Augenärzte

am Zoo

Köln-Nippes​

ca. 280 m2

Facharztpraxis Augenheilkunde

ehemalige Bürofläche

Standort und Machbarkeitsanalyse, Bau- und Qualitätenbeschreibung, Grundrissplanung, Innenarchitektur, Umsetzungsbegleitung

07-2025

05-2026

PRAXISPLANUNG: VON DER BÜROFLÄCHE ZUR AUGENARZTPRAXIS

KLARE STRUKTUR, FLIESSENDE ÜBERGÄNGE + ENGER ZEITPLAN

Aus einer rund 280 m² großen Bürofläche in Köln sollte innerhalb eines engen Zeitrahmens der neue Standort der Augenärzte am Zoo entstehen. Im Mittelpunkt der Praxisplanung stand die Entwicklung eines funktionalen Grundrisses, der präzise medizinische Abläufe, kurze Wege und eine klare Orientierung für Patient*innen und Team ermöglicht.

Neben der räumlichen Organisation mussten die Nutzungsänderung, vorhandene Gebäudetechnik und die besonderen Anforderungen einer Augenarztpraxis berücksichtigt und mit den beteiligten Fachplaner*innen und Gewerken abgestimmt werden. Unterschiedliche Anforderungen an Belichtung, Verdunkelung, Medizintechnik und Privatsphäre flossen dabei unmittelbar in die Planung ein.

Auf dieser funktionalen Grundlage entstand ein ganzheitliches Innenraumkonzept, das medizinische Präzision mit Ruhe, Orientierung und einer klaren gestalterischen Identität verbindet.

DER GRUNDRISS DER NEUEN AUGENARZTPRAXIS

KLARE STRUKTUREN FÜR PRÄZISE ABLÄUFE IM PRAXISALLTAG

Die bestehende Bürostruktur bot eine gute Grundlage für die neue Praxis, musste jedoch gezielt weiterentwickelt werden. Während sich die vorhandenen Räume auf der rechten Seite aufgrund ihrer Größe und ihres Zuschnitts gut als Behandlungsräume eigneten, wurde der offene Großraumbereich auf der linken Seite vollständig neu organisiert.

Die zentrale planerische Idee war ein klar definierter Funktionskern, der die innenliegenden Räume bündelt, die kein direktes Tageslicht benötigen. Gleichzeitig integriert dieser Bereich den Empfang und schafft eine klare räumliche Zonierung. Ein offener Durchgang verbindet den Empfang mit der Voruntersuchung und unterstützt eine intuitive Wegeführung durch die Praxis.

So entstehen kurze Wege, klare Abläufe und eine gute Orientierung für Patient*innen und Team – ohne die Praxis durch zusätzliche Strukturen unnötig zu zergliedern.

DAS RAUMKONZEPT

HIMMELSBLAU, RUHE, WAHRNEHMUNG UND KLARHEIT

Die Leitidee für die Gestaltung entstand aus dem Thema Himmel – nicht als dekoratives Motiv, sondern als räumliche Haltung. Wahrnehmung, Licht, Weite, Klarheit und Unschärfe wurden dabei zu Ausgangspunkten für die Innenarchitektur der Augenarztpraxis.

Helle und dunklere Blauabstufungen, ruhige Übergänge und klare Kontraste prägen das Raumkonzept und geben den unterschiedlichen Funktionsbereichen eine gemeinsame Identität. Ziel war eine Atmosphäre, die medizinische Präzision vermittelt, dabei aber bewusst nicht kühl oder klinisch wirkt.

So verbindet die Gestaltung Ruhe, Vertrauen und Orientierung mit einer klaren Formsprache – und schafft einen wiedererkennbaren Rahmen für den neuen Praxisstandort.

EMPFANG

KLARER BLICKFANG UND ZENTRALER ANLAUFPUNKT

Der Empfang liegt nicht unmittelbar am Praxiseingang, sondern weiter im Zentrum der Praxis. Seine Position ergibt sich aus der funktionalen Organisation des Grundrisses: Patient*innen kommen an, werden zentral empfangen und von hier aus in den Wartebereich und anschließend in die Behandlungs- und Untersuchungsräume weitergeleitet.

Damit der zurückversetzte Empfang dennoch bereits beim Betreten der Praxis intuitiv als zentrale Anlaufstelle wahrgenommen wird, hebt sich der Funktionskern gestalterisch deutlich ab. Boden, Wand und Decke sind durchgängig in einem hellen Blau gefasst und lenken den Blick gezielt in die Tiefe der Praxis.

Eine barrierefreie Kommunikationszone, integrierte Arbeitsplätze, Stauraum und technische Einbauten ergänzen die funktionale Planung des Empfangstresens. So verbindet der Empfang klare Orientierung mit effizienten Abläufen und einer starken gestalterischen Identität.

Auch der weitere Patientenweg wurde bewusst organisiert: Nach der Behandlung führt der lange Flur in Richtung Ausgang direkt an der separaten Terminvergabe vorbei. Neue Termine können dort vereinbart werden, ohne erneut den zentralen Empfang aufsuchen zu müssen. So werden ankommende und ausgehende Patient*innen voneinander entzerrt und die Abläufe am Empfang entlastet.

WARTEZIMMER

RUHIGE ATMOSPHÄRE UND DURCHDACHTE SITZLÖSUNGEN

Der Wartebereich verbindet Aufenthaltsqualität, effiziente Flächennutzung und vertraute Gestaltungselemente miteinander. Individuell angepasste Sitzbänke nutzen den vorhandenen Raum gezielt aus und schaffen eine ruhige, klar strukturierte Wartezone. Dabei musste auch die bestehende Gebäudetechnik berücksichtigt werden: Die vorhandenen Fancoils beeinflussten die Anordnung und konstruktive Ausbildung der Sitzbereiche.

Eine besondere Rolle spielen die Designklassiker Wandlampen, die bereits in der früheren Praxis ein prägendes Gestaltungselement waren. Sie sollten am neuen Standort bewusst wieder ihren Platz finden und wurden sowohl im Wartebereich als auch in den Behandlungsräumen in das neue Innenraumkonzept integriert. So bleibt ein Stück der vertrauten Praxisidentität erhalten und wird zugleich Teil der neuen Gestaltung.

BEHANDLUNGSRÄUME

TECHNIK UND ARBEITSABLÄUFE PRÄZISE AUFEINANDER ABGESTIMMT

Bei der Planung der vier Behandlungsräume standen vor allem die augenärztlichen Abläufe und technischen Anforderungen im Mittelpunkt.

 

Eine wichtige Veränderung gegenüber dem Bestand waren zusätzliche Verbindungstüren zwischen den einzelnen Räumen. So können die Ärzt*innen direkt von einem Behandlungsraum in den nächsten wechseln, ohne dafür den Patientenflur nutzen zu müssen – für kurze Wege und möglichst ungestörte Abläufe im Praxisalltag.

Auch die neue augenärztliche Behandlungseinheit wurde detailliert in die Planung einbezogen. Neben der Farbabstimmung wurden Anschlüsse, Steckdosen und die Position des Monitors exakt auf den Behandlungsplatz abgestimmt. Die Lichtsteuerung reagiert dabei auf die Nutzung der Behandlungseinheit und ermöglicht die für die Untersuchung notwendige reduzierte Beleuchtung.

Eine weitere Herausforderung waren die bestehenden Glaswände zum Flur, da für verschiedene Untersuchungen eine kontrollierte Verdunkelung erforderlich ist. Dafür wurden Vorhänge mit einem sanften Farbverlauf eingesetzt, die funktionalen Sicht- und Lichtschutz schaffen und zugleich die Leitidee des Himmels dezent weiterführen.

Auch die Wandlampen aus der ehemaligen Praxis fanden hier wieder ihren Platz und verbinden den langjährigen Praxisstandort mit den neuen Räumen.

VORUNTERSUCHUNG

BESTEHENDE MEDIZINTECHNIK NEU UND EFFIZIENT ORGANISIERT

Eine besondere Aufgabe bei der Planung der Voruntersuchung war die Neuorganisation der vorhandenen Medizintechnik. Die Untersuchungsgeräte waren am alten Praxisstandort auf unterschiedliche Räume verteilt und sollten in der neuen Praxis erstmals in einem gemeinsamen Funktionsbereich zusammengeführt werden.

Entscheidend war deshalb nicht nur, ausreichend Platz für die einzelnen Geräte zu schaffen, sondern eine sinnvolle Reihenfolge der Untersuchungen festzulegen und daraus die optimale Anordnung im Raum zu entwickeln. Gerätepositionen, Bewegungsflächen und Arbeitsbereiche wurden so aufeinander abgestimmt, dass Patient*innen möglichst selbstverständlich von einer Untersuchungsstation zur nächsten geführt werden können.

Gleichzeitig musste der gesamte Ablauf barrierefrei funktionieren und ausreichend Bewegungsraum für Patient*innen, Mitarbeitende und die medizinische Nutzung bieten. So entstand aus mehreren zuvor getrennten Untersuchungsstationen ein zentral organisierter Bereich, der die Abläufe der Voruntersuchung bündelt und im Praxisalltag effizienter gestaltet.

SPEZIELLE UNTERSUCHUNGS- UND BEHANDLUNGSRÄUME

MEDIZINISCHE ANFORDERUNGEN, DIE DEN GRUNDRISS MITBESTIMMEN

Nicht jeder Raum einer Augenarztpraxis stellt die gleichen Anforderungen an Raumgröße, Licht, Lüftung und technische Ausstattung. Laserraum, Gesichtsfeld und Sehschule mussten deshalb bereits bei der Grundrissplanung entsprechend ihrer jeweiligen medizinischen Nutzung berücksichtigt werden.

Der Laserraum und der Gesichtsfeldraum liegen im Inneren der Praxis und mussten neben der vollständigen Verdunkelbarkeit auch an die Lüftungsanlage angeschlossen werden. Im Laserraum kamen zusätzliche Sicherheitsanforderungen hinzu: Die Nutzung des Lasers musste mit der entsprechenden Schaltung und einer Warnleuchte abgestimmt werden, sodass auch die Elektroplanung unmittelbar auf den späteren Behandlungsablauf reagieren konnte.

Auch die Sehschule hatte direkten Einfluss auf den Grundriss. Für das dort eingesetzte Maddox-Kreuz musste zwischen der Position der Patient*innen und der gegenüberliegenden Wand eine Distanz von mindestens fünf Metern gewährleistet werden. Diese notwendige Raumtiefe musste frühzeitig in die Anordnung und Dimensionierung der Praxisräume einfließen.

Gerade diese unterschiedlichen Räume zeigen, wie wichtig es bei der Praxisplanung einer Augenarztpraxis ist, die medizinischen Abläufe frühzeitig mit Architektur, Licht-, Lüftungs- und Elektroplanung zu verzahnen. So erhält jeder Bereich genau die räumlichen und technischen Voraussetzungen, die für seine jeweilige Nutzung erforderlich sind.

ORIENTIERUNG UND LEITSYSTEM

KLARE WEGE – VOM GRUNDRISS
BIS ZUR RAUMBESCHRIFTUNG

Die Orientierung innerhalb der Praxis wurde bereits über die Grundrissorganisation und die klare Abfolge der Funktionsbereiche mitgedacht. Vom zentralen Empfang aus werden Patient*innen in den Warte- und Behandlungsbereich geführt. Nach der Behandlung führt der Weg über den langen Flur direkt an der separaten Terminvergabe vorbei und anschließend zum Ausgang. So unterstützt bereits die räumliche Organisation einen intuitiven und möglichst reibungslosen Patientenfluss.

Ergänzend dazu wurde ein Leitsystem für die Praxis entwickelt. Die Raumbeschriftungen wurden in Position, Schrift und Farbigkeit auf das Raumkonzept abgestimmt, sodass sie gut wahrnehmbar sind, ohne gestalterisch in den Vordergrund zu treten. 

So entsteht Orientierung nicht allein durch Beschilderung, sondern durch das Zusammenspiel von Grundriss, Wegeführung, Farbgestaltung und gezielt eingesetzten Informationen.

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Gerade bei einer Arztpraxis müssen Grundriss, medizinische Abläufe, Technik und Innenarchitektur von Anfang an zusammengedacht werden.
Ich begleite dich dabei, aus einer bestehenden Gewerbefläche einen Praxisstandort zu entwickeln, der zu deinen Anforderungen, deinem Team und deinen täglichen Abläufen passt – von der ersten Prüfung der Fläche über die Praxisplanung bis zur Umsetzung.

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